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#005 Wahrheit! Nichts außer die Wahrheit!
#7
Es war einfach nur schrecklich!!! Es fühlte sich so unglaublich schrecklich an! Angst, Schmerz und Wut breiteten sich rasend schnell in ihm aus. Alles zugleich und es fühlte sich so an als ob es ihn erdrücken würde. Das er kaum noch atmen konnte und genau deswegen verschwand er auch wortlos nach draußen. Ja, vielleicht war es seinem Vater gegenüber nicht fair einfach so zu gehen, aber war es denn fair gewesen zu erfahren das sein Vater bald sterben wird!? Vermutlich nicht! Fair war rein gar nichts mehr!
Alec stand nun draußen und er versuchte sich wieder unter Kontrolle zu bringen. Wahnsinnig viele Gedanken strömten ihm durch den Kopf und so richtig funktionierte es nicht einen klaren Gedanken auch nur im Ansatz zu finden. Aber vor allem die Wut breitete sich immer mehr in ihm aus. Er fühlte sich ungerecht behandelt. Vom Schicksal verraten. Er war absolut kein schlechter Mensch. War eigentlich immer sehr ehrlich und immer hilfsbereit. Tat das was von einem jungen Mann erwartete und versuchte im Job sein bestes zu geben. Genauso wie auf der Uni und nun war da dieser Krebs und würde ihm das wichtigste in seinem Leben einfach so wegnehmen.
Von einen Tag auf den anderen würde sein Vater dann einfach nicht mehr da sein! Wie sollte er das bitte verkraften? Beide Elternteile einfach weg!

Annie kam zu ihm draußen und nahm ihn dann einfach in den Arm. Er unterbrach also das Steine werfen in den Teich und ließ ihre Umarmung einfach zu. Sie machte ihm klar, dass sie und ihre Familie immer für ihn da sein wird. Egal auch wenn ihre Beziehung mal nicht mehr sei, würde er immer ihre Familie bleiben. Alec war wie erstarrt und er wusste, dass sie einfach nur für ihn da sein wollte, aber er selber wusste noch nicht einmal, ob er jemanden bei sich haben wollte der für ihn da ist! Kurz sah er sie nur an ehe er sich von ihr wieder entfernte und ging ein paar Schritte. "Schlechter hätte das Wochenende doch wirklich nicht mehr laufen können....!", kam es dann auf einmal von ihm und er drehte sich wieder zu ihr um sah sie einfach an und dabei wirkte sein Blick einfach so unglaublich leer. "Eigentlich wollten wir doch einfach nur die wichtigsten Menschen dran teilhaben lassen wollen, dass wir glücklich miteinander sind und unser Glück mit ihnen teilen. Dann aber hatte sich mein bester Freund dazu entschlossen sich vollkommen gegen uns zu richten und mich einfach zusammen zu schlagen. Ja, mein bester Freund meinte wirklich mir deswegen das Gesicht zu polieren und genau einen Tag später...als ob das alleine nicht schon gereicht hätte seinen besten Freund zu verlieren ...nein, dann musste ich erfahren das mein Vater nur noch im besten Falle ein Jahr lang zu leben hat.", sprudelte es einfach nur so aus ihm heraus und er senkte für einen Moment lang einfach nur seinen Blick ehe er wieder aufsah. "Ein Jahr Annie...was ist schon ein Jahr...!? Gar nichts! Nichts!", sagte er ihr noch, sah kurz wieder auf den Teich und dann sie wieder an. "Sie mir nicht böse, aber ich muss einfach mal eben für mich alleine sein." und entfernte sich dann auch gleich von ihr und ging einfach los.

Alec war mindestens eine gute Stunde unterwegs gewesen als er dann plötzlich wieder im Wohnzimmer von den Kingston´s auftauchte. Alle sahen ihn so an als ob sie etwas von ihm erwarteten, aber was das anging, würden wohl alle Beteiligten ziemlich leer ausgehen. "Ich..ich wollte mich nur kurz dafür entschuldigen, dass ich vorhin einfach so raus bin, aber...naja, ehrlich gesagt, wurde mir die Luft hier ein wenig zu stickig.", entschuldigte er sich bei allen Anwesenden. "Ich würde jetzt gerne nach Hause gehen und vielleicht noch was unternehmen....Annie, möchtest du mitkommen oder hier bleiben?", fragte er sie dann und er wirkte schon fast so als ob zuvor rein gar nicht passiert wäre. Natürlich kam Annie mit. Sie würde sonst was tun, aber Alec nun alleine zu lassen würde für sie wohl nicht in Frage kommen. Alec und Annie verabschiedeten sich von den anderen und verschwanden dann auch schon. Ben sah Liam und Tiana an. "Hey, lass ihm einfach etwas Zeit. Er wird sich schon noch damit auseinandersetzen. Ich denke, dass Wochenende war einfach alles viel für ihn. Das wird schon Ben.", sprach ihm Liam zu. "Ja, ich hoffe. Alec ist nicht gerade der Kandidat der gerne und offen über seine Gefühle und Gedanken spricht. Deswegen hoffe ich wirklich sehr, dass Annie eine gute Stütze für ihn sein wird. Jemand der ihm den Halt gibt den er braucht.", kam es dann von Ben. "Es tut mir so unglaublich leid, dass ich einfach rein gar nichts tun kann und ihn so sehr damit verletzen muss und ich weiß einfach das er nach meinem Tod erst einmal daran zerbrechen wird. Ich kenne meinen Sohn und wenn das passiert....dann müsst ihr mehr denn je für ihn da sein. Denn sonst....ich weiß nicht wohin ihn das sonst führen wird!" Ben hatte große Angst um Alec. Wenn seine Mutter jetzt noch da sein würde, würde die Situation deutlich anders aussehen. Aber sie war nun einmal nicht da und Alec würde weder Vater noch Mutter haben. Auch wenn Liam und Tiana so eine Art Eltern für ihn sind, so war es einfach nicht dasselbe.
Alec ging mit Annie erst einmal zu sich nach Hause und er wirkte deutlich gelassener als zuvor. Ganz klar, er verdrängte all das was ihm im Moment einfach nicht gut tat. Er wollte seinen Kummer einfach wegtrinken. Er hatte ihre Freunde kontaktiert und sie würden sich in absehbarer treffen um zu feiern. "In einer Stunde wollten wir uns dann am See treffen.", teilte er ihr mit und suchte sich etwas zum anziehen heraus. Annie hatte sich noch etwas von zu Hause mitgenommen gehabt ehe sie gegangen waren. "Es kommen wirklich einige...daher denke ich, dass das echt ein lustiger Abend wird. Genau das was wir nach dem ganzen Stress brauchen." Es war Alec vollkommen egal gewesen in diesem Moment das er so demoliert aussah. Er hatte mindestens drei ordentliche blaue Blutergüsse im Gesicht, wie kleine Platzwunden. Aber auch darüber sah er einfach hinweg.
Nachdem sie sich dann fertig gemacht hatten, machten sie sich auf den Weg. Zum See war es wirklich nicht sonderlich sehr weit zu Fuß. Sie gingen gerade mal vielleicht zwanzig Minuten, wenn es hoch kam eine halbe Stunde. Es waren viele schon da gewesen und die Stimmung war super. Natürlich waren Annie und Alec das Gesprächsthema Nummer 1 gewesen an diesem Abend. Sie waren immerhin als Paar dort und sie machten kein Geheimnis mehr daraus. Für die meisten kam das natürlich sehr überraschend, aber die meisten freuten sich auch einfach für die beiden. Alec war wirklich sehr gut dabei zu trinken und ließ in der Hinsicht nicht wirklich etwas anbrennen. Nachdem er mit ein paar Kumpels einen trinken war, kam er bei Annie an und zog sie an sich heran und legte seine Arme um sie herum. "Hey...!", kam es von ihm und lächelte sie an. "Und? Wie fühlt es sich an so sein zu können wie man will und kein Geheimnis mehr daraus zu machen!?", fragte er sie schließlich. "Also, ich finde es einfach super....!" und gab ihr einen Kuss daraufhin und sah sie wieder an. "Ich bin echt froh dich zu haben....!"
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RE: #005 Wahrheit! Nichts außer die Wahrheit! - von Alec Lightwood - 02.04.2021, 03:59

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Es ist: 27.02.2026, 16:37 Deutsche Übersetzung: MyBBoard.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 MyBB Group.